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Milchverarbeitung

Eine wichtige Aufgabe in der Lebensmittelherstellung ist eine gründliche und effektive Reinigung von Produktionskomponenten. Insbesondere gilt dieses für organische Substanzen wie z.B. Eiweiße. Reinigungsprozesse dieser Art sind in der Regel aufwendig und teuer. 

Speziell für diese Aufgabe entwickelten die Firma Busser, eine Vier-Zonen-Waschanlage im Auftrag einer deutsche Käserei. Die Aufgabe war, Käsehorden von organischen und anderen Rückständen zu befreien und die Reinigungsleistung zu erhöhen.

Die Stundenleistung des bisherigen Reinigungssystems lag bei einem bis zwei Hordenstapel. Nach Einführung unserer Vier-Zonen-Anlage konnte die Reinigungsleistung auf 20 bis 24 Hordenstapel gesteigert werden. Überdies wird durch eine Mehrfachnutzung des Spülwassers und die Umwälzung des Reinigungswassers der Frischwasser-, Reinigungsmittel- und Energieverbrauch erheblich gesenkt. Mit dieser Anlage war nun ein reibungsloser Betriebsablauf möglich.

Der Ablauf

Das Reinigungssystem gliedert sich in folgende Phasen auf:

·      Stapelung, Taktung und Zuführung
·      Hauptreinigung/ Laugenphase
·      Zwischenspülung
·      Säurereinigung
·      Nachspülzone mit Frischwasser
·      Entnahme der Hordenstapel

Stapelung, Taktung und Zuführung:

Die zu reinigenden Horden (oder andere Gebinde) werden mit Hilfe eines Hubwagens in die Eingangshubstation der Waschanlage gefahren und zu Stapeln zusammengeführt. Diese Hordenstapel werden dann in die Laugenzone befördert.
Der Reinigungsprozess beginnt. 

Zone 1 Laugenreinigung

In der Hauptreinigungs- und Laugenphase werden die Hordenstapel auf einen Kettenförderer in eine oszillierende Transportbewegung (Vor- und Rücktransport) versetzt und dabei und allseitig gereinigt. Spezialdüsen, die im Inneren der Laugenzone rotieren, entfernen den gröbsten Teil der Verunreinigungen aus den Poren der Horden. Um diesen hydromechanischen Reinigungseffekt zu erhöhen, wird dem verwendeten Reinigungswasser automatisch eine 1,5 % Lauge zudosiert.

Die Reinigung des umgewälzten Wassers erfolgt durch kontinuierlichen Durchlauf mittels eines integrierten Trommelsiebes. Ist dieser Reinigungsschritt nach Ablauf der eingestellten Waschzeit beendet, werden die Hordenstapel aus der Laugenzone herausgefahren und unmittelbar der Zwischenspülung zugeführt.

Zone 2 Zwischenspülung

Die Zwischenspülung erfolgt mit dem gleichen Wasser der bereits vorausgegangenen Nachspülungen. In dieser Phase werden die Laugenrückstände von den gewaschenen Hordenstapel befreit. Der Ablauf der Zwischenspülung setzt ein, sobald Phase 1 abgeschlossen und die Hordenstapel aus der Laugenzone befördert wurden. Sie endet mit dem vollständigen Verlassen der Hordenstapel aus der Laugenzone und ist wieder freigegeben für eine neue Zwischenspülung.

Zone 3 Säurereinigung

Der Vorgang in der Säurezone ist nahezu identisch mit der Phase 1. Die Hordenstapel werden entgegen dem ersten Waschgang mit heißem, säurehaltigem Wasser gereinigt. Um die Hordenstapel von besonders resistenten Rückständen zu befreien, werden hier die Waschdüsen durch spezielle Kreiselpumpen gespeist. Wie auch in Phase 1 wird das verwendete Reinigungswasser mittels integrierter Stecksiebe gefiltert und kontinuierlich in den Wasserumlauf zurückgeführt. Nach Beendigung des Waschvorganges werden die Hordenstapel aus der Säurezone herausbefördert und einer gründlichen Nachspülung unterzogen.

Zone 4 Klarspülung

Die Klarspülung erfolgt mit Frischwasser. Die Säurereste aus der vorangegangenen Phase 3 werden entfernt und das hier eingesetzte Wasser wird der Phase 2 (Zwischenspülung) zugeführt und erneut eingesetzt.
Entnahme der Hordenstapel: Die gereinigten und klargespülten Horden werden nun an der Ausgangshubstation der Reinigunganlage entnommen und stehen wieder zur weiteren Benutzung bereit.

Spezielle Konfigurationen:

Für eine optimale Reinigung des Waschgutes besteht die Möglichkeit, sowohl die Temperatur des eingesetzten Wassers über ein Thermostatventil, als auch die Waschzeit in den einzelnen Waschzonen zu verändern. Eventuell auftretende Wasserverluste in den Waschzonen werden mit Hilfe eines elektrischen Füllstandsanzeiger registriert und über die Hauswasserversorgung ausgeglichen. Die Wasserverschleppung innerhalb der Anlage wird durch Rolltore minimiert. Sie befinden sich an den Ein- und Ausgängen der Gesamtanlage sowie zwischen den einzelnen Waschzonen.

Um die Leistung der Anlage möglichst vollständig auszunutzen, wurde sie mit zwei parallel laufenden Waschsträngen konzipiert. Durch jeden dieser „Tunnel“ ziehen sich entsprechende Führungsleisten die für einen sicheren Durchlauf der Hordenstapel sorgen.

Zusammenfassung:

Gründliche Reinigung durch Vier-Phasen-Wäsche
Lauge- und Säurezone
Zwischen- und Klarspülung
Sicherer und kontinuierlicher Durchlauf
Zonenseparierung mittels Rolltore
Durchgehende Führungsleisten
Wassereinsparung
Mehrfachnutzung des Spülwassers
Umwälzung des Reinigungswassers
Elektrischer Füllstandsanzeiger
Stundenleistung zwischen 20 und 24 Stapel, bei 80 Horden pro Stapel
Parallel laufende Reinigungstränge
Kontinuierlicher Reinigungsprozess durch Zonenseparierung und Durchlaufprinzip

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